Was ist BDSM?
BDSM ist ein Akronym, das verschiedene Praktiken und Vorlieben zusammenfasst, die mit Machtaustausch, Schmerz, Fesselung und Rollenspielen zu tun haben. Es setzt sich aus folgenden Begriffspaaren zusammen:
- B & D (Bondage & Discipline): Bondage bezieht sich auf die physische Fesselung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit (z.B. mit Seilen, Handschellen). Discipline (Disziplin) umfasst psychologische Regeln, Training und Bestrafung.
- D & S (Dominance & Submission): Dominanz und Unterwerfung. Dies beschreibt den psychologischen Machtaustausch. Ein Partner (Dom/Domina) übernimmt die Kontrolle, der andere (Sub) gibt sie freiwillig ab.
- S & M (Sadism & Masochism): Sadismus ist die Lust daran, einem anderen (einvernehmlich) Schmerz oder Demütigung zuzufügen. Masochismus ist die Lust daran, diesen Schmerz oder diese Demütigung zu empfangen.
Die Grundprinzipien
BDSM basiert immer auf Einvernehmlichkeit. Die wichtigsten Prinzipien sind:
- SSC (Safe, Sane, Consensual): Sicher, vernünftig und einvernehmlich. Alle Handlungen müssen vorher abgesprochen sein und dürfen keine dauerhaften Schäden verursachen.
- RACK (Risk-Aware Consensual Kink): Risikobewusster, einvernehmlicher Kink. Eine modernere Sichtweise, die anerkennt, dass BDSM Risiken birgt, diese aber von informierten Erwachsenen einvernehmlich eingegangen werden.
- Safeword: Ein vorher vereinbartes Wort (z.B. "Rot"), das die Session sofort stoppt, unabhängig vom Rollenspiel.